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E-Control: Erdgasversorgung auch bei sehr kaltem Winter gesichert

E-Control: Erdgasversorgung auch bei sehr kaltem Winter gesichert

Untersuchung der E-Control zeigt: In Österreich tätige Gasversorger können heimische Kunden auch in Extremsituationen zuverlässig versorgen – Vorgaben der EU werden erfüllt

Wien (23. November 2018) – Die heimischen Gaskunden können auch einem extrem kalten Winter entspannt entgegensehen – die Gasversorger sind gut gerüstet und können die Kunden auch bei länger anhaltenden Kälteperioden zuverlässig mit Gas versorgen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der E-Control zum Versorgungsstandard aller in Österreich tätigen Gasversorger, die Haushaltskunden beliefern, hervor. Diese zeigt, dass für die Heizsaison 2018/2019 ausreichend Gasmengen für die Versorgung der österreichischen Haushaltskunden zur Verfügung steht. „Trotz des großen Unfalls in Baumgarten sind die Speicher für den Winter gefüllt. Es ist ohne Einschränkung der Versorgung gelungen, die Reparaturen durchzuführen. Die Versorger erfüllen somit auch die Vorgaben der EU die Versorgungsstandards betreffend und sorgen für die Heizperiode vor.“, zeigt sich der Vorstand der E-Control, Andreas Eigenbauer zufrieden. Neben Beschaffungs-verträgen sorgen auch die Nutzung von Speicherdienstleistungen für eine ausreichende Vorsorge der Gasversorger.

Vorgaben zum Versorgungsstandard

Die entsprechende Bestimmung der EU-SoS-Verordnung[1] zum Versorgungsstandard sieht drei Szenarien vor, die von den Gaslieferanten im Beobachtungszeitraum Oktober 2018 bis einschließlich März 2019 zu erfüllen sind. „Dabei handelt es sich um Extremsituationen, in denen die Gasversorgung aufrechterhalten werden muss, wie die Versorgung im Fall von extremen Temperaturen an sieben aufeinander folgenden Tagen mit Spitzenlastverbrauch oder ein außergewöhnlich hoher Gasverbrauch über einen Zeitraum von 30 Tagen.“, erläutert der Vorstand der E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, die EU-Vorgaben. Und weiter: „Hier handelt es sich um eine Eintrittswahrscheinlichkeit, wie sie einmal in 20 Jahren vorkommt. Die Erfüllung des dritten Szenarios betrifft die Weiterversorgung von 30 Tagen bei Ausfall der größten einzelnen Gasinfrastruktur.“

Gasspeicher gut gefüllt

Der Füllstand aller österreichischen Speicher liegt mit derzeit rund 72 TWh bei 78 Prozent. Die gesamte Abgabe an Endkunden in den Wintermonaten 2017/2018 lag bei 64 TWh. Dies bedeutet, dass auch bei jetzt niedrigeren Füllständen als vor den Wintern 2016/2017 (81% am 20.11.2016) und 2017/2018 (86,5% am 20.11.2017), die bisher eingespeicherten Gasmengen eine gute Ausgangslage für den Winter 2018/2019 bilden.

[1] SoS-Verordnung 2017/1938 Art. 6 iVm § 121 Abs 5 GWG 2011