Strom:

Verbrauchsrückgang im März 2019: Strom -6,3%.
Quartal 1/2019: Stromverbrauch rückgängig, Wärmekraftwerke kommen weniger zum Einsatz, Wind legt zu

Der Inlandsstromverbrauch im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs sank im März 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 TWh bzw. 6,3% auf 6,2 TWh. Im gesamten 1. Quartal 2019 sank der Verbrauch im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 0,4 TWh oder 1,9%, wobei lediglich im Jänner eine Verbrauchssteigerung zu verzeichnen war (+0,3 TWh bzw. +4,5%). Sowohl die Verbrauchs- als auch Erzeugungsseite wurden im gesamten ersten Quartal stark von der Witterung beeinflusst. So war es im Jänner in vielen Gegenden Österreichs kälter als im langjährigen Mittel, wohingegen der Februar und März tendenziell eher warm und von wenig Niederschlag geprägt waren.

Erzeugungsseitig kamen die Laufkraftwerke im März um 0,8 TWh oder 47,4% mehr zum Einsatz, die Speicherkraftwerke hingegen um 0,002 TWh oder 1,5% weniger. Demzufolge ist der März der erste Monat in diesem Jahr, in dem die Wasserkraftwerke (Summe aus Lauf- und Speicherkraftwerken) vermehrt zum Einsatz kamen (+0,8 TWh bzw. +29%), nachdem im Jänner und Februar deutliche Reduktionen um 0,5 TWh und 0,4 TWh oder 13,9% und 14,5% beobachtet werden konnten. Demgegenüber legte die Erzeugung aus Windkraftwerken wie in den Vormonaten zu (+0,2 TWh oder 33,2% im März), wobei die deutlichste Steigerung mit +0,3 TWh bzw. 63,6% im Februar zu verzeichnen war.

Die Wärmekraftwerke kamen im März hingegen um 0,5 TWh bzw. 24% weniger zum Einsatz. Insgesamt stieg die Erzeugung nach einem Rückgang im Februar (-0,2 TWh oder -3,2%) im März wieder an (+0,7 TWh oder 11,7%). Die Importe sanken erstmals in diesem Jahr (-0,3 TWh oder -9,1%), während die Exporte im Ausmaß von 0,8 TWh bzw. 57,6% stiegen und den Trend bezüglich einer signifikanten Steigerung fortsetzten.

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Gas:

Verbrauchsrückgang im März: Gas -24,5%.
Quartal 1/2019: Gasverbrauch witterungsbedingt rückläufig, Einpressung signifikant erhöht

Die Abgabe an Endkunden sank im März im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 TWh oder 24,5% auf 8,4 TWh. Dies ist nach Februar der zweite Monat mit einem Verbrauchsrückgang in Folge (im Februar -1,6 TWh bzw. -13,2%). Grund für diese Entwicklung ist die in diesem Quartal vorherrschende Witterung: so war es im Jänner in vielen Gegenden Österreichs kälter als im langjährigen Mittel, wohingegen der Februar und März tendenziell eher warm und von wenig Niederschlag geprägt waren.
Die inländische Produktion sank um 0,3 TWh bzw. 26,3%, und war somit in allen Monaten des ersten Quartals zwischen 26,3% und 30,2% geringer als im Vorjahr. Die Speicherentnahme war im März ebenfalls aufgrund der Witterung um 85,9% geringer (-11 TWh) und setzte den Trend seit Jahresbeginn fort. Die Einpressung erhöhte sich um ein Vielfaches: von +0,3 TWh bzw. 55% im Jänner, lag sie im Februar bei +1,1 TWh bzw. 247,8% und erreichte im März mit einer Steigerung um 5,2 TWh mehr als das 7-fache des Vorjahreswertes. Die Importe stiegen nach einem Rückgang im Februar um 7,5 TWh bzw. 17,3% im März auf insgesamt 131,6 TWh im ersten Quartal, während die Exporte im gesamten ersten Quartal 114,5 TWh betrugen, im März aber um 5,8 TWh bzw. 12,9% sanken.

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